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TOM JACOBI

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ÜBER DEN KÜNSTLER

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VITA

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WERKE

WHERE GOD RESIDES

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ÜBER DEN KÜNSTLER

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EINFÜHRUNG

Wo Gott wohnt Wer einmal Varanasi am Ganges erlebt hat, weiß, warum es der heiligste Ort der Hindus ist. Dem Treiben des chaotischen Verkehrs und der Menschenmengen entkommen, sieht man, dort unten am Fluss, Dinge zwischen Leben und Tod, die man in unseren Breiten weit von sich schiebt. Hier sind sie normal und schön. In Tom Jacobis Bild von den Ghats, den Stufen zum Fluss in morgendlicher Wärme, steckt dieses tiefe, für manche tiefreligiöse, Gefühl. Mit den Stilmitteln der Reportage erzählt der Fotograf eine zeitlose Geschichte. Auf vier Kontinenten suchte er Orte intensivster Spiritualität, an denen man zum Himmel schaut und seine Wurzeln findet. Mythische Stätten vergangener und lebendiger Kulte. Hier geben sich die Menschen seit Jahrtausenden inneren Impulsen hin, suchen Antworten auf die ewigen Fragen. Hier halten sie Zwiesprache mit einer höheren Macht, gleich welchen Namen sie trägt. In der Vielfalt der Religionen der Welt spiegelt sich der kulturelle Reichtum der Menschheit wieder. Von urtümlichen Kulten zu unserer abendländischen Kultur ist es ein weiter Weg durch die Zeit gewesen. In wieweit der Glaube eine Rolle spielt, kann heute jeder für sein Leben selbst bestimmen. Die Religion lebt weiter, in Kunst, Musik, Architektur. Sie ist allgegenwärtig, dennoch ging über die Zeit vieles verloren. Um die Mystik der göttlichen Erfahrung wieder zu finden, zieht es viele in die Fremde. Dort erfährt man andere Religionen auch als Lebensmitte einer Gemeinschaft, die gleichzeitig Kulturgemeinschaft ist. Hier erscheint eine innere Einheit, die vielen in unserer Gesellschaft fehlt. Von der Verheißung, eins zu sein mit der Erde und den Menschen, kommt sie her, die Energie, die viele aufbringen, um Gott und damit sich selbst zu suchen. Seit die Gestalt des Zweibeiners im Zwielicht vorgeschichtlichen Dunkels auftauchte, hat er sich Plätze geschaffen, seinen Göttern nah zu sein und deren Macht zu spüren. Um zu bitten und zu beten, zu opfern und zu ehren, errichtete er Monolithen und Pyramiden, Dome und Tempel. Tom Jacobi hat sie besucht, jene Stätten, die das Siegel der Einmaligkeit tragen, jene Stätten, an denen Gott wohnt.