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HORST HAMANN

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VERTIKALE ABSTRAKTIONEN


Städte sind Linien, Raster, bewegte Muster, abstrakte und ausdrucksvolle Gebilde aus Gebäuden, Straßen, U-Bahnen und den sich darin bewegenden Menschen. Entsprechend verführerisch war es für die Kunst seit dem 19. Jahrhundert, die moderne Stadt in Bildern zu fangen, sei es expressionistisch oder illustrativ pop-artig. Einen ganz speziellen künstlerischen Ausdruck für die Sprache der im Rahmen des verdichteten Bauens in die Höhe drängenden Städte fand Horst Hamann. Der deutsche Fotograf feierte mit seiner Methode, dem Gebot der Architektur zu folgen und die Panoramakamera vertikal einzusetzen, internationale Erfolge. Hamann, geboren 1958 in Mannheim, bereiste als Fotograf mehr als siebzig Länder. New York besuchte er erstmals 1979, und seither hat ihn die Faszination dieser Metropole nicht mehr losgelassen. Fünf Jahre arbeitete er an den Aufnahmen für den 1996 erschienenen Bildband "New York Vertical", der zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten hat, u.a. den Kodak Fotobuchpreis und den Photo Design Gold Award. Das Museum of the City of New York ehrte ihn mit einer Einzelausstellung. 2005 veröffentlichte Horst Hamann seine vertikalen Panorama-Fotografien von Paris als großformatigen Bildband "Paris Vertical". Horst Hamann lebt mit seiner Fau und seinen beiden Kindern in New York und Maine.

„Es mögen auch andere in dieser Stadt (NYC) mit einer Panoramakamera im Hochformat fotografiert haben. Nie zuvor aber wirkte die ungewöhnliche Ästhetik so zwingend. Es war, als begreife man erst jetzt, wie monumental hier alles in den Himmel strebt: das Offensichtliche wurde zum ersten mal sichtbar.“
Freddy Langer, Frankfurter Allgemeine Zeitung